Ein ruhiger Jahreswechsel

Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter gehabt? Einfach nur WOW!

Bilder gibt es dann wieder mal später (Verbindungsprobleme-sorry) bzw. aktueller auf Facebook und Instagram. Also schaut doch einfach dort vorbei.

Die Catlins 

Von Fortrose sind wir gemütlich mit vielen Zwischenstops nach Kaka Point (ja, das heißt wirklich so) gefahren.

Auf dem Weg haben wir uns das Waipapa Lighthouse angeschaut. Weil wir dachten am Strand wären Pinguine sind wir ein Stück den Strand entlanggelaufen. Überall standen Warnschilder, dass man auf die Seelöwen aufpassen soll und sich auf gar keinen Fall zwischen sie und das Meer stellen soll. Vor Krabbenfischern – einer Vogelart – hat uns keiner gewarnt. Die brüten offensichtlich am Strand und wurden immer lauter, als wir näher kamen. Ein Pärchen griff sogar an. Im Tiefflug und mit lautem Geschrei versuchten sie uns zu verjagen. Mit Erfolg! Mit den Krallen will man keine Bekanntschaft machen. Pinguine haben wir natürlich keine gesehen.

Vom Leuchtturm fuhren wir zum südlichsten Punkt auf der Südinsel, dem Slope Point. Tolle Aussicht und das Gefühl am Ende der Welt zu sein machen das zu einem echten Erlebnis.

Über die Purakanui Falls – ein relativ kleiner, aber über mehrere Terrassen fallender Wasserfall ging es weiter nach Kaka Point. Dort gibt es einen schönen Strand. Warum wir da aber unser Nachtlager aufschlugen lag an den Gelbaugenpinguinen. Die sollen hier nämlich jeden Abend zu ihren Nestern zurückkommen. Das wollten wir sehen.

Zuvor schauten wir uns noch das Kap Nugget Point an. Zerklüftete Inseln, die sogenannten Nuggets, ragen hier ins wilde Meer. Das sieht wirklich beeindruckend aus.

Aber das absolute Highlight waren wieder mal die Tiere. Kurz vor Sonnenuntergang stellten wir uns in das Versteck – eine Hütte mit mehren Ausgucken – an der Roaring Bay um die Pinguine zu beobachten. Und wir hatten Glück. Vier Gelbaugenpinguine kamen tatsächlich aus dem Meer und watschelten zu ihren Nestern. 

Dunedin

Auf relativ direktem Weg fuhren wir weiter nach Dunedin. Da wir relativ früh ankamen, bezogen wir unseren Stellplatz in St. Clair unweit des Strandes. Also Badehose an und zum Beach. Der war auch richtig toll. Schöner Sandstrand und tolle Wellen. Aber das Wasser war so kalt. So etwas habe ich bislang noch nicht erlebt. Das kommt offensichtlich direkt vom Südpol. Baden war also eher nicht angesagt. Schnell rein und wieder raus war hier das Motto.

Dunedin hat etwas mehr als 120.000 Einwohner und hat uns wirklich positiv überrascht. Nette Kneipen, eine überschaubare Innenstadt und das allerbeste: Streetart überall. Und zwar richtig tolle. Es gibt einen Übersichtsplan mit den schönsten Kunstwerken. Und natürlich sind wir alle abgelaufen.

Weiter ging es Richtung Norden. Einen Stopp legten wir bei den Moeraki Boulders ein. Wie der Name schon sagt liegen hier Steinkugeln rum. Eine ganze Ansammlung riesiger Kugeln liegt hier im und am Meer. Das sieht echt toll aus und lohnt wirklich einen kleinen Besuch.

Oamaru und der ruhigste Jahreswechsel aller Zeiten

Silvester stand vor der Tür. Wir wollten das in Oamaru feiern. Raketen oder Böller gibt es hier nicht zu kaufen. Vermutlich wegen der Waldbrandgefahr. Fast überall sind offene Feuer sowieso verboten. Da wäre es ja kontraproduktiv Raketen in die Luft zu schießen. Also waren wir gespannt, ob in Oamaru überhaupt was geboten ist.

In der Scott‘s Brewing Company (Werbung) wurden wir fündig. Livemusik mitten in der Brauerei. Gutes Essen und bezahlbare Bierpreise. Zwischendrin mussten wi nochmal kurz weg um nach Zwergpinguinen Ausschau zu halten. Und tatsächlich. Ein kleiner Pinguin machte sich vom Meer auf, über die Straße, quer durch den Campingplatz zu seinem Nistplatz. Dafür brauchte der Arme relativ lange. Natürlich waren überall Menschen. Und der kleine Zwerpinguin hatte sichtlich Bedenken, die Straße zu überqueren. Mehrmals drehte er um. Wir warteten in angemessenen Abstand und trauten uns nicht zu bewegen. Am Ende packte er all seinen Mut zusammen und lief los. So ein süßer kleiner Zwerg.

Zurück in der Brauerei war das Fest noch in vollem Gange. Kurz vor Mitternacht zählten alle den Countdown, um dann… nichts. Kein Feuerwerk, kein Sekt, kein Anstoßen. Einfach weitermachen. Prost. Witzig.

Oamaru hat auch sonst einiges zu bieten. Alte viktorianische Gebäude und viele Künstler, die hier Ihre Ateliers haben. Uns hat es hier wirklich sehr gut gefallen.

Aber wir wollten weiter. Wieder zurück in die Berge.

Aoraki/Mount Cook National Park

Bevor es in den Nationalpark ging, mussten wir erst mal unsere Vorräte auffüllen. Das Klo und Abwasser entleeren und volltanken. Wir wollten auf einfachen bzw. freien Campingplätzen bleiben. Deshalb war wichtig, dass wir alles dabei hatten und unsere Tanks voll bzw. leer waren.

Die erste Nacht verbrachten wir am Lake Pukaki. Ein unglaublich türkisfarbener See mit Sicht auf den höchsten Berg Neuseelands, dem Mount Cook. Wenn man ihn denn sieht. Wir haben ihn an diesem Tag nicht gesehen, da er sich hinter Wolken versteckt hielt. Aber in den nächsten Tagen hatten wir mehr Glück.

Ganze drei Tage übernachteten wir am Fuße der Dreitausender auf dem White Horse Hill Campground. Von dort aus unternahmen wir viele Wanderungen. Die Gletscher sind hier allgegenwärtig. Schon auf kleinsten Rundwegen bekommt man eine tolle Sicht. Und Hubschrauber fliegen so gut wie keine. Franz Josef Glacier – du kannst einpacken. Wir jedenfalls verstehen überhaupt nicht warum um den Franz Josef so ein Hype gemacht wird. Uns hat die Gegend am Mount Cook viel besser gefallen.

Lake Pukaki

Da der Platz am Lake Pukaki so schön war, sind wir heute nochmal zum Übernachten zurückgekommen. Und wir haben sogar „unseren“ tollen Stellplatz wieder gesichert. Einen frischen Lachs haben wir zuvor auch gekauft. Der Abend kann kommen. Egal wie das Wetter wird – wir machen es uns schön!

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