Regen, Wolken und Leben auf einer Farm

Und wieder sind ein paar Tage vergangen und es ist so viel passiert.

Taranaki

Am Mount Taranaki hat morgens gleich die Sonne gescheint und der Gipfel war frei. Wir wollten unbedingt zu einem Bergsee, in dem sich der Berg bei klarem Wetter spiegelt. Also, los! Zwei Stunden Aufstieg durch Wald und Sträucher später kamen wir oben am Plateau an. Tja – und der Gipfel war in den Wolken. Viele andere warteten am See, der eher ein kleiner Tümpel ist, auf ihr perfektes Foto. Aber leider wollte sich der Berg nicht zeigen. Also entschlossen wir uns wieder abzusteigen. Unten angekommen, ein Blick zurück: der Berg war frei! Mannomann, da fühlt man sich schon ein bisschen „bergverarscht“.

New Plymouth, White Cliffs und Waganui

Auf jeden Fall haben wir einen tollen Campingplatz in der Nähe von New Plymouth gefunden. Direkt am Meer. Mit Toiletten und sogar einer Aussendusche. Was will man mehr. New Plymouth ist ganz nett. Man kann wirklich schön am Wasser entlang ins Städtle laufen. In der Stadt selbst gibt es nicht wirklich viel zu sehen, außer einer tollen Parkanlage und ganz netten Kneipen. Wir nutzten die Tage um unsere Akkus zu laden und Wäsche zu waschen. Als Camper muss man nämlich jede Steckdose nutzen, die man im Café findet.

Leider war mal wieder Regen angesagt. Wir wollten zu den White Cliffs. Aber das Wetter war wirklich furchtbar. Wir standen an den Klippen und es hat geschüttet wie aus Eimern. Außerdem war der Strand überspült und ein gefahrloses wandern nicht möglich. Also wie so oft Planänderung und Richtung Hawera zur Waihi Beach Reserve. Ein wunderbarer Freedom Camper-Platz oberhalb der Klippen. Und sogar Toiletten und Dusche. Das war ein Traum dort!

Von dort machten wir einen Abstecher Richtung Wanganui. Eine kleine Wanderung im Nationalpark. Nichts besonderes. Aber schön! 

Farmleben – von wegen Idylle

Der nächste Stop war da schon interessanter. Wir fuhren südlich Richtung Dannevirke. Dort in der Nähe lebt seit mehr als dreißig Jahren eine Freundin von mir auf einer Farm. Und da wollten wir einen Besuch machen. Das war auch richtig cool. Von außen sieht das Farmleben ja immer so idyllisch aus. Aber hey, das ist sooooo viel Arbeit. Hunderte Schafe, mehr als hundert Rinder, Pferde, Lämmer…und das Land, all das will täglich versorgt sein. Wir bekamen einen Einblick, was das alles bedeutet und halfen mit, so gut wir konnten. Fazit: langweilig wird es da nie! Aber mit Tieren zu arbeiten finde ich auch immer schön!

Napier und Cape Kidnappers

Ein Highlight war in jedem Fall der Besuch von Napier und die Tölpelkolonien am Cape Kidnapper. Napier ist wirklich schön. Die Strandpromenade ist ganz neu angelegt und das Meer ist wild. Schwimmen unmöglich! 

Zur Tölpelkolonie hat uns ein Traktor mit Anhänger etwa 2 Stunden über den Strand gezogen. Am Cape angekommen muss man noch etwa 30 Minuten einen Berg hochlaufen. Aber dann ist man da. Hunderte, oder Tausende, Tölpel brüten hier jedes Jahr. Die Vögel werden etwa 30 Jahre alt und sind ihrem Partner lebenslang treu. Sie kommen aus Australien hierher, besetzen jedes Jahr das gleiche Nest und brüten ein Junges aus. Das ziehen sie gemeinsam auf und im Februar/März gehts zurück nach Australien. Das war wirklich beeindruckend. Und die Fahrt mit dem Traktor ein echtes Erlebnis. Man kann auch laufen. Muss dann aber immer die Gezeiten im Blick haben und hat nicht wirklich viel Zeit. Da war das mit dem Traktor eindeutig lustiger und stressfreier.

Wellington

In Wellington haben wir nun die letzten zwei Tage verbracht. Wir haben außerhalb der Stadt „gewohnt“ und sind mit dem Bus reingefahren. Das war total problemlos. Und geschlafen haben wir am Meer definitiv ruhiger und schöner wie in der City.

Hier haben uns wieder mal die Neuseeländer überrascht. Die sind so unglaublich hilfsbereit. Wir stehen an der Bushaltestelle. Hält ein Auto an. Die Frau kurbelt das Fenster runter und fragt ob wir in die City wollen. Klar! Wir steigen ein und fahren mit dem freundlichen älteren Ehepaar in die Stadt. Wo sonst erlebt man so etwas?

Und in einen Stadtplan schaut man keine drei Sekunden, schon wird man gefragt, ob man Hilfe braucht. 

Wellington haben wir uns „erlaufen“. In zwei Tagen sind wir mehr als 55.000 Schritte gelaufen und wir glauben, wir haben alles gesehen.

Eine wirklich schöne Stadt am Meer. Mit toller Kneipenszene. Und viel grün drumrum. Aber schaut selbst.

Jetzt gehts weiter auf die Südinsel, von der viele sagen, sie sei noch viel schöner als der Norden. Wir sind gespannt!

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