Vulkane, Geysire und leuchtende Würmchen…

Hier verfliegen die Tage wie im Nu.

Ich bin mit meinem Bericht total hintendran. Das liegt zum einen daran, dass wir wirklich jeden Tag unglaublich viel unternehmen. Und zum anderen, dass ich die Berichte nur online stellen kann, wenn ich zuverlässiges und schnelles Internet habe. Und da wir mit dem Camper unterwegs sind ist das nicht so oft der Fall.

Aber egal – ich bin ja im Urlaub und nicht im Stress!

Rotorua

Aber zurück zu Rotorua. Da hatten wir dann doch noch einigermaßen Glück mit dem Wetter. Nachdem es wirklich fast den ganzen Tag in Strömen geregnet hatte, riss es am nächsten Tag auf. Also packten wir unsere Sachen und machten uns auf zum Te Puia, einem Thermal Schutzgebiet, das etwa 3km südlich des Stadtzentrums liegt. Ein Geysir namens Pohutu ist dort die Hauptattraktion. Er bricht etwa 20x am Tag aus und das ist echt gewaltig. Bis zu 20 Meter hoch kann er spritzen. Wahnsinn! Neben diesem Geysir gibt es noch ein paar Kleinere, viele blubbernde Schlammlöcher und ein Kiwihaus. Dort hatten wir sogar das Glück einen zu entdecken. Und die scheuen nachtaktiven Vögel sind größer als ich gedacht habe. Insgesamt haben wir fünf Stunden in dem Park verbracht. Leider darf man keinerlei Fotos veröffentlichen… das verstehe wer will. Wäre es doch Werbung für diesen tollen Park.

Lake Taupo

Da das Wetter nicht so toll war fuhren wir weiter gen Süden zum Lake Taupo. Dort übernachteten wir an einem Freedom Camper Platz direkt am See. Als wir ankamen regnete es in Strömen. Egal. Wir mussten uns waschen. Also den Bikini an und ab ins eiskalte Wasser! Brrr. Das war echt zapfig. Aber danach fühlten wir uns super. Wir haben zwar eine Dusche im Camper. Aber wir benutzen die eigentlich nicht. Wenn man duscht, steht man im Klo. Das bedeutet, dass dann auch alles nass wäre… und da wir nie am Strom hängen, müssen wir auch sparsam mit unserem warmen Wasser – das mit der Batterie geheizt und gepumpt wird – umgehen. Bislang klappt das echt super.

Die größte Überraschung erlebten wir am nächsten Tag: Sonnenschein! 

Lake Taupo – Campen direkt am azurblauen See

Waimango Volcanic Valley

Also Planänderung und wieder zurück Richtung Rotorua. Wir wollten unbedingt den Champagner Pool im Waimangu Volcanic Valley sehen. Und was soll ich es sagen? Das hat sich sowas von gelohnt. Die Farben sind einfach unglaublich. Ich hoffe ich kann ein paar Fotos hochladen. Denn alles Beschreiben würde das nie erreichen, wie es tatsächlich aussieht. 

Super. Das hat geklappt mit den Bildern 🙂

Wetter war also gut. Kein Problem mal eine längere Fahrt hinzulegen. Etwa 150 km weiter liegt Waitomo. Dort wollten wir uns die berühmte Glühwürmchenhöhle anschauen. Wir stellten unseren Camper etwa 10 Minuten entfernt von der Höhle auf einem Restaurantparkplatz ab. Die Besitzer erlauben Campern hier kostenlos zu übernachten. Der Platz war auch entsprechend voll. 

Waitomo

Super war, dass wir am nächsten Tag doch tatsächlich die erste Führung in die Waitomo Glowworme Cave ergatterten. Und das war beeindruckend. Ich habe schon viele Höhlen gesehen. Aber das was es dort gibt, diese Glühwürmchen, das ist unerreicht. Ein Highlight der Besichtigung war als unser Maori Guide in der „Kapelle“ in der Dunkelheit sang und die Glühwürmchen leuchteten. Hier ist die Akustik so gut, dass sogar Konzerte stattfinden. Und dann die Fahrt mit dem Boot in der dunklen Höhle. Und an der Decke hunderttausende grün funkelnde Punkte – lauter hungrige Glühwürmchen. Wahnsinn. Aber auch: absolutes Fotoverbot. Naja, wegen den Würmchen kann ich das sogar verstehen.

Weil das Wetter wirklich super war, fuhren wir gleich weiter zur Mangapohue Natural Bridge. Die liegt etwa 25 km westlich von Waitome. Der kurze Spazierweg führt zu einem riesigen Kalksteinbogen. Wow.

Etwas weiter ging es für uns in die nächste Höhle. In der Piripiri Cave bestaunten wir mit unserer Stirnlampe riesige fossilierte Austern. Und das ganz allein. In die Höhle darf man nämlich einfach so. 

Zum Abschluss erwartete uns noch ein 30 Meter hoher Wasserfall. Die Marokopa Falls sind wirklich beeindruckend. Und wir waren wieder mal ganz allein. Schön!

Marokopa Falls

Forgotten World Highway

Wetter gut – das bedeutet für uns: Weiterfahrt. Bis zum Beginn des Forgotten World Highway sind wir an dem Tag noch gefahren. An einem Fluss bauten wir unser Nachtlager auf. Und das Wetter war sogar so schön, dass wir draußen zu Abend essen konnten.

Fast ganz alleine waren wir auf dem großen Campingplatz. Vier Jungs legten mit ihren Kanus an und bauten ihre Zelte auf. Die waren froh, dass wir da waren. Haben sie ihre viertägige Kanutour begonnen ohne Klopapier einzupacken. Da halfen wir doch gerne mit drei Rollen aus. Gute Fahrt ihr Vier!

Der nächste Tag begann wie aus dem Bilderbuch. Sonne pur. Das bedeutet für uns: duschen. Juhuu. Der Fluss war braun. Wahrscheinlich durch den vielen Regen. Aber es gab einen Waschplatz mit Wasserpumpe. Zu zweit ging das dann schon mit dem Waschen. Fünf Liter Flasche füllen. Einer spielt Dusche und der andere duscht. Das klappte prima. Und da auf dem Platz nix los war, war das auch problemlos möglich. 

Nach dem Frühstück ging es auf die 155 Kilometer lange Straße, die den Namen Forgotten World Highway trägt. Und das war super. Wenig Verkehr, langsames Fahren, viel zu sehen, einfach gemütliches Reisen. So mag ich das. Schaut euch die Fotos an. War echt klasse!

Das Nachtlager haben wir unterhalb des Mount Taranaki aufgeschlagen. Der Berg ist ein typisch geformter, etwas mehr als 2500 Meter hoher Vulkankegeln. Wenn er nicht in den Wolken liegt, sieht man ihn schon von weitem. Und das ist echt beeindruckend.

Taranaki – like no other

Wir wollen den Berg erklimmen. Hoffen wir dass das Wetter hält!

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